WordPress. Dieser Begriff ist aus dem heutigen Internetgeschehen kaum mehr wegzudenken. Vom kleinsten Blogger bis hin zu den großen Firmen – WordPress kann von jedem ohne großen Aufwand und sehr vielseitig genutzt werden. Doch was genau ist eigentlich WordPress, welche Funktionen hat es und wer hat es entwickelt?

WordPress Definition und Funktionen im Überblick

WordPress ist per Definition eine kostenfreie Software mit der man eine Website erstellen und deren Inhalte verwalten kann. Full-Service Werbeagenturen verfügen hier über das nötige Know-how, mit WordPress eine Website zu bauen, die das Auftrag gebende Unternehmen unverwechselbar macht und den potenziellen Kunden in Erinnerung bleibt. Durch die Erstellung suchmaschinenoptimierter Texte kann die Internetpräsenz eines Unternehmens verbessert und so zu einer größeren Reichweite und Bekanntheit beitragen. Die Verwendung anspruchsvoller Designs macht die Website zu einem prägnanten Erkennungsmerkmal und spiegelt die Markenwerte des Unternehmens wieder. WordPress verfügt hier über eine große Auswahl an verschiedenen Themes, die dem Nutzer die Möglichkeit bieten, ein passendes Design auszuwählen und dem angestrebten Konzept anzupassen. Durch die Installation und Verwaltung verschiedener Plug-Ins, kann der Internetauftritt weiter individualisiert und flexibel gestaltet werden. Zu solchen Plug-Ins zählen zum Beispiel Bildgalerien, Kontaktformulare oder Foren. Die beschriebene Software ist zudem ein sogenanntes Open-Source-Tool, dessen Quelltext von Dritten eingesehen, verändert und variabel genutzt werden kann. Durch die vielseitige Software können also multimediale Inhalte erstellt sowie verwaltet werden. Deshalb wird WordPress auch als Content-Management-System (CMS) bezeichnet.

Die Geschichte von WordPress

Die Anfänge von WordPress sind auf das Jahr 2002 zu datieren. Damals richtete Matthew Mullenweg seinen ersten eigenen Blog ein, der auf der Grundlage der Software b2 basierte und damals die einzige Open-Source-Anwendung auf dem Markt darstellte. Als b2 im Jahr 2003 vor dem Aus stand, wendete sich der heutige Gründer von WordPress an seine Leserschaft und äußerte die Idee, eine eigene Open-Source-Software zu entwickeln. Daraufhin entstand eine Zusammenarbeit mit Mike Little, der auf Mullenwegs Aufruf reagierte und Interesse an dem Projekt äußerte. Schließlich entwickelten sie gemeinsam WordPress, eine Anwendung, die zu diesem Zeitpunkt nur der Betreuung von Blogs dienen sollte. Seit der Veröffentlichung im Jahr 2004, wuchs WordPress jedoch zu dem wichtigsten Content-Management-System der Gegenwart heran und wird nun für die Erstellung von Websites aller Art genutzt. 2005 gründete Mullenweg das Unternehmen „Automattic“, in welchem er bis heute Geschäftsführer ist. Hier wird WordPress stetig verbessert und durch die Entwicklung neuer Plug-Ins immer wieder erweitert.

Vorteile und Features von WordPress

WordPress ist ein weitgehend kostenloses CMS mit dem man Websites erstellen sowie deren multimedialen Inhalte verwalten kann. Reicht dem Nutzer das Standardangebot nicht aus, stehen ihm drei weitere Tarife zur Verfügung, um auf erweiterte Anpassungsmöglichkeiten zuzugreifen. Die Installation der beliebten Anwendung nimmt nur etwa 5 Minuten in Anspruch und zeichnet sich durch seine unkomplizierte Konfiguration aus. Als Open-Source-Software kann der Quelltext von WordPress durch Dritte eingesehen und nach Belieben verändert werden. So kann jeder User die freie Software seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen anpassen und variabel nutzen. Außerdem ist die Anwendung sehr benutzerfreundlich und zeichnet sich durch eine äußerst klare Struktur aus. Durch diese Merkmale ist WordPress einfach zu handhaben und kann ohne detaillierte Programmierkenntnisse angewendet werden. So reicht meist ein einstündiger Workshop zur Einführung aus, um kleinere Anpassungen wie das Austauschen eines Textes oder die Ergänzung einer weiteren Unterseite, vorzunehmen. Solche Workshops werden meistens von der beauftragten Werbeagentur angeboten und begleitet. Durch die diversen Funktionen von WordPress kann der Nutzer seine Website außerdem sehr flexibel gestalten und im sogenannten Back-End verwalten. Der Nutzer kann dort zum Beispiel zwischen verschiedenen Themes wählen und anschließend ein passendes Design bestimmen, mit dem er sich identifizieren kann. WordPress bietet eine weitere hilfreiche Funktion mit der Installation von Plug-Ins. Durch solche Software-Module ist WordPress vielfältig erweiterbar. So kann der User seiner Website zum Beispiel Bildgalerien, Kontaktformulare, Foren oder sogar einen eigenen Shop hinzufügen. Neben der einfachen Handhabung, der flexiblen Gestaltung und der vielfältigen Erweiterbarkeit, bietet die Software noch einen weiteren Vorteil. WordPress ist auch von unterwegs nutzbar. Der User kann also auch von seinem Smartphone oder Tablet aus Beiträge verfassen sowie gestalten und verwalten. Dabei spielt es keine Rolle, wo man sich gerade befindet.

Aktuelle Zahlen

Neben WordPress gibt es noch weitere, ähnliche Content-Management-Systeme. Zu den drei Bekanntesten zählen Joomla, Drupal sowie Typo3. Sie werden jedoch, im Vergleich zu WordPress, weitaus weniger genutzt, was vermutlich an der Benutzerunfreundlichkeit dieser Systeme liegt. Bevor WordPress jedoch seinen heutigen Bekanntheitsgrad erlangte, befand sich Joomla an der Spitze der CMS-Marktwerte. Doch die Community von WordPress gewann seit der Veröffentlichung im Jahr 2004 immer mehr Mitglieder und weist über die Jahre hinweg ein konstantes Wachstum auf. 2010 löste WordPress schließlich den bisherigen Marktführer Joomla ab. Durch diesen Wendepunkt konnte die beliebte Open-Source-Anwendung zu dem am häufigsten genutzten Content-Management-System der heutigen Zeit heranwachsen. Laut aktuellen Statistiken besitzt die benutzerfreundliche Software einen CMS-Marktanteil von knapp 60% und macht 29% des gesamten Internets aus. Diese Zahlen gelten weltweit. Wirft man einen Blick auf die Weltkarte von Google-Trends, ist sehr deutlich zu erkennen, dass WordPress, über alle Kontinente hinweg, das am meisten genutzte CMS ist.

Sicherheit

Aufgrund seiner Beliebtheit wurde WordPress in den letzten Jahren immer wieder zur Zielscheibe von Hacker-Angriffen. Wie fast jede Anwendung weist natürlich auch WordPress hin und wieder Sicherheitslücken auf. Da hinter WordPress jedoch eine unvergleichbar große Community von Programmierern und Webdesignern sitzt, können Angriffe auf das System sowie entstandene Sicherheitslücken schnell identifiziert und behoben werden. Auch durch diesen Vorteil ist WordPress den konkurrierenden CMS-Systemen weit voraus. Denn die WordPress-Mitarbeiter können so umgehend entsprechende Updates entwickeln, die solche Sicherheitslücken von Plugins kurzfristig wieder schließen. Die kontinuierliche Aktualisierung der Software und der Plugins ist also empfohlen, um die Entstehung von Sicherheitslücken zu vermeiden.

WordPress Calypso

In den letzten Jahren gewann WordPress eine immer größere Community. Zahlreiche Updates, Weiterentwicklungen sowie neue Features, versuchen die Software stets auf dem neusten Stand zu halten. Um der wachsenden Community gerecht zu werden und um eine noch bessere Verwaltung von Inhalten zu gewährleisten, sollte ein komplett neues Programm entstehen. So entwickelten die WordPress-Mitarbeiter eine völlig neue Admin-Oberfläche. Mit Calypso wurde eine alternative Bedienoberfläche im Bereich des Back-End geschaffen, welche ein neues Verwaltungskonzept sowie moderne Technologien nutzt. Eine dieser neuartigen Technologien umfasst die Skriptsprache. Calypso basiert auf JavaScript sowie Bibliotheken wie Node und React. Außerdem kommuniziert die neue Plattform über eine Programmierschnittstelle mit den eingerichteten Websites. Diese Innovationen machen Calypso schneller und flexibler. Für den Nutzer wird das neue Bedienkonzept so immer attraktiver und kann zu einer starken Alternative heranwachsen. Dazu steuern auch die neuen Features bei. Detaillierte Zugriffsstatistiken zu Beiträgen, Seiten und Kommentaren machen Calypso auch für große Unternehmen, Verlage und Agenturen interessant. Die Integration automatischer Updates für installierte Plug-Ins trägt zu einer vereinfachten Handhabung bei und sorgt für Aktualität der Add-Ons. Ein weiteres Feature besteht in der Möglichkeit, eine Multisite einzurichten. Hier kann der Nutzer mehrere Websites an einem zentralen Ort verwalten. Bis jetzt ist Calypso jedoch nur mit einem schon bestehenden WordPress-Account nutzbar und kann nicht eigenständig getestet werden.

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